Seit wir 1987 am Wiedenberg 71 eingezogen sind, wird die Wärme aus Holz gewonnen. Dazu wird der zur Landwirtschaft gehörende Wald bewirtschaftet. Mit der Revitalisierung des landwirtschaftlichen Gebäudes und der Adaptierung als Ferienhaus wurde 1998 von der Stückholzheizung auf ein Fernwärmenetz umgestellt. Die Hackschnitzelheizung mit 100m³ Schnittgutlagerfläche versorgt das Wohnhaus und das Ferienhaus. Warum wir das machen? Der Wald verwandelt bei der Photosynthese die Energie des Sonnenlichts in Biomasse (C) und gibt Sauerstoff (O2) frei, somit ist unser Heizmaterial pure Sonnenenergie. Wärme aus Holz ist klimaneutral, weil beim Verheizen nur so viel CO2 freigegeben wird, wie vorher bereits im Baum gebunden war. Das Gleiche passiert auch, wenn das Holz im Wald verrottet. MEHR WISSEN DAZU. Bei der Hackgutgewinnung kommt die Maschine unseres Nachbarn Josef Sittsam zum Einsatz. Ein Anruf genügt und dann wird mit seiner Hilfe das Lager wieder gefüllt.
Vergangenen Sommer befiel der Borkenkäfer einen Teil des Waldbestandes, auch ein Eschenwurzel schädigender Pilz machte uns Sorgen. Wir erkundigten uns bei der Forstbehörde nach der besten Option. Eine Kahlschlag wurde empfohlen und durchgeführt. Mit einer Stockfräse wurden die Wurzelstöcke abgefräst und der Boden aufgelockert, dies erleichert uns die spätere Waldpflege. Im Frühjahr haben wir 1,5 ha mit 3000 Bäumen neu bepflanzt. Roteiche, Bergahorn, Vogelkirsche, Weisstanne, Schwarznuss, Traubeneiche, … mit dem Ziel einen Mischwald für die nächste Generation zu pflanzen, enkeltauglich. So haben wir die Zeit der Corona-Krise genutzt und viel Zeit an der frischen Luft verbracht. Zusätzlich unterstützen auf der Südseite des Heizhauses 25m² Solarpanellen die Warmwasseraufbereitung. Davon profitiert auch das überdachte Schwimmbad, wenn im April ein Überschuss besteht, fließt die Wärme in die Aufheizung. So nutzen wir die Kraft der Sonne im Sonnenhaus Grandl.

Möbelentscheidung ist auch eine Klimaentscheidung. Laut dem ökologischen Fußabdruck ist ein Vollholztisch vom Tischler aus heimischen Vollholz gefertigt, um den Faktor 7 besser als ein vergleichbarer industriell gefertigter Tisch. Wenn wir die Nutzungsdauer unserer antiken Möbel miteinbeziehen, steigt der Faktor nochmals an. Antiquität = lange Nutzungsdauer = lange CO2-Speicherung im Holz. Darum haben wir uns ganz bewusst für die Restaurierung der Vollholzmöbel unserer Vorfahren entschieden. Boden aus Freilandhaltung lautete ein Artikel über einen heimischen Parketthersteller. Geölte Eichen- und Lärchendielen und Ziegelböden aus hartgebrannten Tonziegeln, die wir gebraucht beim Abriss eines Bürgerhauses in der Region kauften, säuberten und sorgfältig einbauten. Vor 20 Jahren noch unbemerkt, ist heute upcycling trendig. Wir wollen nicht alle 3 Jahre neue Designbilder liefern, doch frisch geschliffen und gut geölt erzählen unsere Möbel gerne Geschichten. Und manchmal schmunzeln wir selber darüber, über die Geschichten, in die Aura geschrieben.
Link zum Baukulturratgeber der Region Vulkanland

Durch den Verzehr von Kren bildet unser Körper ein intrazelluläres Antioxidans. Das Steirische Vulkanland ist ein wichtiges Anbaugebiet für Kren in Europa. Gemeinsam mit der Lebensmittelforschung entstehen veredelte Produkte wie Steirerkren, wo mittels einem Spezialverfahren der geriebene Kren frisch bleibt. Diese Frische wird vom Feldbacher Leitbetrieb Fruitpartners exportiert. Wer sich bei Kren auskennt, kann beim Wissensquiz reinklicken oder sich ein Rezept aussuchen. Eine weitere Firma ist Nobilis Radix, wo Krenstücke mit einem schonenden Trocknungsverfahren für die Gewürzmühle vorbereitet werden.
… ein paar Umdrehungen – schmeckt hervorragend auf dem Butterbrot, zu Salaten und als Verfeinerung / Würzmittel in der Küche. Für das typische Würstel mit Senf & Kren oder auf der Brettljause ist in der Steiermark der frisch geriebene Kren ein Muss. Wenn sich eine Kleingruppe organisiert, kann man in der Steiermark gerne einen Kren-Bauernhof besuchen, im Frühling ist Hochsaison bei der Ernte, dem Heben der Krenwurzeln.
Wissen rund um die Kraft dieser Wurzel und wie wir sie im Alltag nutzen können: Link zum Infoheft
Morgenwanderung Wintersonnenwende
Als Danke für die gut verlaufene Saison und als Einstimmung für das familiäre Weihnachtsfest machen wir uns alljährlich am Tag der Wintersonnenwende auf den Weg. Am Vorabend glaubten wir noch, es würde eine Regenwanderung, doch es sollte anders sein, es war ein klarer Morgen. Wolfgang zündet die vorbereiteten Holzscheiter in der Feuerschale an, die selbstgebauten Holzlaternen werden entzündet und um 6:00 Uhr freuen wir uns über Hausgäste, Nachbarn und Freunde. Die Laternen leuchten uns den Weg, nach ca. 1 Stunde Gehzeit sind wir gut aufgewärmt und genießen den Anblick der Morgendämmerung, jedes Jahr zeichnen die Naturwesen ein besonderes Himmelsbild. Wir gehen einen Teil des Weges schweigend, an einem erhöhten Platz mit gutem Blick in Richtung Osten stellen wir unsere Laternen ab, lassen das letzte Jahr gedanklich vorbei ziehen, begrüßen das Licht in uns und senden diese gemeinsame Seelenwärme als Friedensbotschaft in die umgebende Landschaft. Am Rückweg lenkt am Fuße einer Eiche eine bewohnte Baumhöhle unsere Aufmerksamkeit auf sich. Bei der eigenen Krippe / der eigenen Freude angekommen? Leichten Schrittes und in fröhlicher Grundstimmung gehen wir zurück und genießen Heißgetränk und Frühstück.



Geschichtenreise – Erzählfestival
Das war das märchenhafte Wochenende voller Genussgeschichten. Wer „Schloss“ hört, denkt an Märchenhaftes. An ausgelassene Feste und ein Leben wie im Märchen. Eine ausgewählte Gruppe besucht an diesem Samstagabend exklusiv das Renaissance Schloss Kornberg. In vier Räumen verzaubern acht ErzählkünstlerInnen vom Feinsten. Zum Abschluss erzählen Köche und Winzer bei einem 3 Gänge-Menü inkl. Weinbegleitung feinste Geschichten.
GeschichtenerzählerInnen:
Die Geschichtenreise durch Schloss Kornberg fand im Rahmen von badgleichenbergERZÄHLT statt. Deren Initiator ist niemand geringerer als Folke Tegetthoff, der auch das wahr gewordene Märchen der Vulcana verfasst hat. Bei einer Führung durch die Vulcano Schinkenmanufaktur lauschen Sie seinen Worten. Zauberhaftes spielte sich zu dieser Zeit auch im Kieslingerhaus in Feldbach ab: die Ausstellung Welcome to Wonderland von Schlicht Barock Lebensraumgestaltung. Durch die einfache Tür betreten wir das 400 Jahre alte Ackerbürgerhaus. Dahinter entdeckten wir das Märchen. Energieausgleich für die nachfolgenden Leistungen waren E 184,00 pro Nase und Wochenende.
Sonja Trummer, die gelernte Bandagistin, tauscht ihren Job gegen jenen der Bäuerin und setzt auf Ziegen. In Risola hat sie ihr Refugium gefunden. Den Weg von St. Anna hinunter in das Tal begleiten unzählige Holunderbäume und Weiden mit Ziegen. Ein alter Fensterstock mit dem Hinweis Milchmädchen ist die Hoftafel. Auf der anderen Seite der Hauseinfahrt steht ein Ziegenbock, aus alten Milchkannen zu einer thematischen Skulptur geformt. Hier dreht sich alles um die Ziegen und Border Collie Alfi. Wir geben bei Sonja unsere Bestellung bekannt und während Sie die Produkte in unseren Korb gibt begeben wir uns zum Stalltürl, um einige ihrer Lieblinge zu beobachten. Jene Liebe, mit der die Ziegen hier betreut werden, steckt auch in den Frischkäsebällchen und im „Sonnenkuss“ -Ziegenkäsebällchen in Öl mit Selleriesalz, Knoblauch und einer Gewürzblütenmischung von Sonnentor – passt auch ganz gut zum regionalen Frühstück im Sonnenhaus.
Guten Morgen vom Wiedenberg
Ich wache auf und höre das Geläute der Kühe vor dem Haus. Ich lausche ein wenig, es erfüllt mich mit Freude. Ich stehe auf und gehe hinaus auf die Wiese. Eine wunderbare Morgenstimmung hüllt mich ein, alles ist still, die Hausgäste schlafen noch. Die geliehenen Kühe kommen aus der Nachbarschaft, wir sind froh, dass es sie gibt und die Wiedenbergwiese von ihnen abgegrast wird. „Wie auf der Alm“ hören wir oft von den Gästen. Aus dem Osten – Richtung Riegersburg – blinzelt die Morgensonne entgegen. Ich halte diesen Moment mit einem Video fest und setze mich für einige Minuten auf die Zaunsäule. Bei so einem Morgen kann der Tag nur gut werden.
Kulinarischer Herbst im VulkanlandMan nehme mindestens drei Tage Zeit, eine Portion Reisefreude und eine Prise Landschaftsblick. Das Ganze ergänze man um ein hauchdünn geschnittenes Blatt Vulcano-Schinken und einen feinen Gaumen für Käsevariationen. Dazu mische man je nach Geschmack ein Glas Caldera oder ein Pfiff Lava-Bräu. Den Aufenthalt würze man noch mit etwas Neugierde auf versteckte Schätze und viel Leidenschaft für Genuss. Zur Nachspeise empfehlen wir einen süßen Mund für Schokoladenkreationen von Zotter und für den Magen die Lust an feinen hochgeistigen Kreationen aus der Region.
Rund um das Sonnenhaus findet sich alles was das Herz der Genussmenschen höher schlagen lässt. Die traditionelle Gemütlichkeit der Region gepaart mit einer deftigen Jause und einem guten Glas Wein erleben Sie bei einer der zahlreichen Buschenschenken in unserer Umgebung. Viele davon sind auch am Fußweg erreichbar, am Rückweg weisen bereitgestellte Laternen den Weg.
Edle Tropfen und regionale Gerichte finden Sie auch in einem der zahlreichen Gasthäuser. Die hohe Haubendichte spricht für das Vulkanland Steiermark als Hochburg des Genusses. Wir reservieren Ihnen natürlich gerne einen Tisch – sei es nun für ein Candle-Light-Dinner im romantischen Schlosspark oder für ein Glyx-Menü im modernen Bürgerstüberl.
Tipp: Fragen Sie uns gerne nach Empfehlungen für kulinarische Ausflüge rund um Riegersburg, Feldbach bis nach Klöch. Sie wollen über Grenzen gehen? Gerne stellen wir Ihnen ein Ausflugsprogramm zu unseren slowenischen Nachbarn zusammen.
Holler erleben im BeerenmonatHeute ist unser Holunderprinz mit seiner Prinzessin in Einsatz gegangen. Kreative Hände im Sonnenhaus-Team haben aus Holz zwei bewegliche Holunderbäume gebaut und bemalt. Den Probelauf unserer zwei Juniorgäste haben sie bestanden. Mit den beiden lustigen Figuren werden wir zukünftig für den Beerenmonat und den Blütemonat Holunder unsere jungen Besucher und ihre Eltern sensibilisieren. Gäste sehen beim Radfahren und beim Wandern im Thermen-Vulkanland Steiermark diese Kulturwiesen, wissen jedoch oft nicht, welche Bäume dies sind, bzw. welche schwarzen Beeren da an den Sträuchern hängen. Holunder ist derzeit die meist ausgepflanzte Frucht der Südoststeiermark nach dem Apfel. Einige Produzenten haben sich im Rahmen des Interreg-Projektes Flagship dazu entschlossen, Erlebnisführungen in den Blüte- und Erntewochen anzubieten. Wer dabei sein will – der Prinz und seine Prinzessin sind bereit für einen Ausritt auf der Sonnenhauswiese und zu unseren landwirtschaftlichen Partnerbetrieben. Alles Holler! Angebot Holler erleben hier buchen
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Sonnenfinsternis 1999Die ersten Urlaubsgäste, die ich kennenlernte, waren Sommerfrischler aus Wien. Die waren begeistert davon, in meinem Elternhaus, ein Bauernhof in Engleiten, mitzuarbeiten. Da war ich im Kindergarten-Alter. Seither hat sich viel verändert, geblieben ist die Lust aufs Land und die Sehnsucht nach dem Luxus im Einfachen.


Ab Mitte der 1990er Jahre revitalisierten wir gemeinsam in monatelanger Arbeit das vor dem Verfall stehende Wirtschaftsgebäude im eigenen Hofverbund. Das ruhige Kleinod am Wiedenberg ist seit etwa 1860 im Familienbesitz. Was als traditionelle gemischte Landwirtschaft begann, beherbergt nun seit 1999 einen Platz zum Urlaub machen. Für den Namen haben wir uns aufgrund der sonnigen Lage auf einem Hügel mitten im Vulkanland Steiermark entschieden. Der Blick geht ins Grüne, Grillen zirpen, Hängematten schaukeln im Wind, unter den Füßen taunasses Gras – Sommerfrische im Sonnenhaus!

Dass die ersten Gäste im „alten Haus“, wie wir es damals noch nannten, tatsächlich auch zu einem besonderen Sonnen-Moment einzogen, können wir bis heute selbst kaum glauben.
Anfang August 1999 überraschte uns ein Anruf von Frau Puffer aus dem Tourismusbüro in Feldbach. „Ich habe gehört, ihr habt Ferienwohnungen eingerichtet. Sind sie schon bezugsbereit? Wir haben eine Anfrage ab 10. August und suchen freie Betten!“ So schnell und völlig überraschend war der 1. Tag der Vermietung der Ferienwohnungen fixiert. Es sollte ein besonderer Tag/Nacht/Start/Aufenthalt sein.

DAS Himmelsereignis des 20. Jahrhunderts begleitete uns. Eine totale Sonnenfinsternis um die Mittagszeit am 11. August 1999. All unsere Nervostität wich, als sich der Himmel sanft verdunkelte, das Singen der Vögel und die Laute der Tiere verstummten und wir mit unseren Gästen im Hof standen. Auf dem Kopf die begehrten Schutzbrillen, während wir berührt Teil dieses Himmelsereignisses waren. Welche Größe steckt im Zusammenspiel der Gestirne? Die Erinnerung an einen wahrlich wunderbaren Sonnentag vor mehr als 20 Jahren.