Stiller Advent (10. November 2023)

In grünes Licht gehüllte Kirche von Feldbach und das Rathaus Feldbach

Stille legt sich über die Landschaft. Die Vegetation nimmt sich zurück und bereitet sich im Stillen vor. Auch der Blick auf ein erfülltes, ereignisreiches Jahr macht in der Momentaufnahme still. Den Zyklus der Jahreszeiten im Alltag zu leben, schafft eine Balance zwischen Zeiten des Tuns und der inneren Vorbereitung. Alljährlich am 1. Adventsamstag werden im Vulkanland Steiermark sakrale Bauten in grünes Licht gehüllt. Als Symbol für die Rückbesinnung auf die Geburt Christi, grün als Farbe der Hoffnung und Vorfreude auf den Heiligen Abend. Am 24. Dezember wandelt sich das grüne Licht weiß – ein deutlich sichtbares Zeichen der Freude.

Die Wertehaltung Stiller Advent wird in der Region Vulkanland bewusst gepflegt. Das schlichte Kerzenlicht vor der Haustüre in Holzlaternen ersetzt bunte Außenbeleuchtungen. Gerne werden die Laternen selber gebaut. Entweder mit Bauanleitung oder direkt in der Tischlerei. Auf den Adventmärkten und vor den Haustüren erhellen sie stimmungsvoll Ausstellungsstände, Eingänge zu Geschäften und private Gärten. Das tägliche Entzünden und Auslöschen wird zum Ritual. Im Kurpark von Bad Gleichenberg treffen sich vom 1. Adventsamstag bis zum 6. Jänner täglich um 16:00 Uhr die Hirten vor dem Tourismusbüro. Sie entzünden die Kerzen im Kurort und um 21:00 Uhr gehen sie die Runde nochmals und löschen das Licht aus. Sie freuen sich über Begleitung bei ihrer Runde, Laternen für den Rundgang sind vorhanden. Entschleunigung und Rückbesinnung garantiert.

Holzkrippe im Schnee am Krippenweg Gossendorf

Krippenweg Gossendorf

Vor 10 Jahren haben Nachbarn die Idee geboren, als gemeinsames Symbol in der Adventzeit ihre Hauszufahrten mit einer selbstgebauten Krippe zu schmücken. Dieser Gedanke hat sich über das ganze Dorf ausgedehnt, in diesem Jahr sind mehr 50 Krippen auf dem Rundweg zu bestaunen. Sie sind in unterschiedlichen Grössen dargestellt, von handgroß in einem Kellerfenster bis überdimensional am Dorfplatz, auch eine lebendige Krippe im Stall ist dabei.

Gebaut wird aus allem was da ist: Die Musiker nutzen Notenblätter, die Weinbauern Fassltaufen, Kork und Flaschen. Die Kunsthandwerkerin formt aus Ton, die Jäger nehmen ein Geweih. Die Gastwirtin biegt altes Besteck zu Menschengestalt. Die Gärtnerin findet einen Krippenplatz bei ihren Tontöpfen, die Volksschüler basteln aus Filz. Der Christbaumverkäufer umhüllt Fichten mitten im Christbaumgarten und der Fischer baut eine schwimmende Krippe im Teich. Jedes Jahr werden neue Ideen eingebracht und in der Gemeinschaft umgesetzt.

Eröffnung immer am 1. Adventsonntag. Bis zum Hl. Dreikönigstag bleiben die Krippen aufgebaut, der Rundweg ist auch während der Feiertage ein beliebtes Ziel für Bewegung in der Winterlandschaft.

Ehemaliges Rathaustor am Feldbach Hauptplatz im Advent

Weihnachtszeit gemeinsam leben in Feldbach

Den Beginn macht alljährlich Schlicht Barock mit einem Wintermärchenthema. In der rustikalen Kugelmühle werden am Wochenende 24. bis 26. November 24 kunstvoll inszenierte Adventkränze ausgestellt. Am 1. Dezember eröffnet der neu gestaltete Adventmarkt am Rathausplatz. An den vier Adventwochenenden laden geschmackvoll dekorierte Standeln zum Gustieren ein. Es gibt Handwerkliches und Kulinarisches zu entdecken. Der Feldbacher Adventspaziergang führt durch die Innenstadt zu 24 kunstvoll gestalteten Adventtüren. Täglich um 16.30 Uhr zieht der Nachtwächter von Tür zu Tür und entzündet die Kerzenlichter. An drei Mittwochen laden die Feldbacher Gastwirt:innen zum Treffpunkt Advent: Gemütliches Zusammensein bei Glühwein, Punsch und Keksen zur Einstimmung auf das große Fest.

Betritt man das Tor in die Altstadtgasse, dem ältesten erhaltenen Ackerbürgerhaus, gelangt man zur ganzjährigen Weihnachtsausstellung von Beatrix Kögler. Kunden aus allen Kontinenten finden den Weg zu ihr. Dies ist wohl ein Spiegelgesetz, wenn man offen auf Menschen zugeht, finden sie auch den Weg durch das „Tor“. Wenige Schritte weiter, laden in der kleinen, feinen Rescheria die Gastgeber gemeinsam mit Gestalter Rainer Böhm zum verträumten Wintergarden. An vier Tagen im Advent (26. November, 3./8./10. Dezember) treffen sich Kunst und Kulinarik im geselligen Rahmen.

Holzkrippe im Schnee beim Advent in Bad Gleichenberg

Advent in Bad Gleichenberg

Das historische Ambiente der Biedermeierhäuser mit dem Brunnen am Hauptplatz und der Kurpark verwandeln sich an jedem Aventsonntag zur Flaniermeile mit hochwertigem Kunsthandwerk am Spazierweg durch den Kurpark. Am Eingang zum Adventdorf gibt es die Möglichkeit für eine Kutschenfahrt durch den Kurpark. Viele Jungfamilien tummeln sich im beheizten Zelt und basteln mit ihren Kindern. Feuerschalen und große Holzlaternen tragen zur weihnachtlichen Stimmung in der Dämmerung bei. Bläsergruppen und Chöre bringen sich in das Programm ein.

Die Kaffeehäuser bieten Spezialitäten, wie etwa Einfach Fitz, direkt am Hauptplatz mit saisonalen Törtchen und den Höhepunkt bildet der Anblick der überdimensionalen, geschnitzten Krippenfiguren. Wenn es dunkel wird, ziehen die Hirten durch den Kurpark und entzünden die Lichter. Begleitung ist gerne gesehen.

Schloss Kornberg im Schnee bei blauem Himmel

Advent im Schloss

Im Parterre des Schloss Kornberg findet sich die wohl schönste Weihnachtsausstellung im Vulkanland Steiermark. Liebevolles Kunsthandwerk wechselt sich mit künstlerisch inszenierten modernen Stücken ab. Die Ausstellung ist bis 23. Dezember täglich geöffnet, an den Wochenenden gibt es Adventprogramm. Im Schlosshof prasselt das Feuer und in der kleinen Holzhütte daneben gibt es hausgemachten Glühwein. Das alte Gewölbe, in dem der Schlosswirt untergebracht ist, leuchtet einladend. Eine wärmende Einkehr ist Mittwoch bis Sonntag möglich. Vom Sonnenhaus kann das Schloss auch über einen ausgedehnten Spaziergang (rund drei Kilometer Fußweg) besucht werden.

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